Kurze FAQ zu den Besonderheiten des Internetzuganges via T-Online
(FAQ des Fido-Echoes T-ONLINE.GER)

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0 Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeines und Historisches
1.1 Ist T-Online nicht ein Online-Dienst?
1.2 Was kostet T-Online eigentlich?
1.3 T-Online, Btx, CEPT, KIT, Datex-J, Classic, BtxPlus: AARGH! Was soll das?
1.4 Auslandszugang bei T-Online
1.5 Zugang per ADSL bei T-Online

2 Der Internetzugang, allgemein
2.1 Was für Software gibt's denn bei T-Online?
2.2 Ich will den Decoder nicht! Wie komme ich in T-Online rein?
2.3 Was muss ich wissen, wenn ich eMail über T-Online senden und empfangen will?
2.4 Hat T-Online einen Newsserver?
2.5 Bekomme ich eine Homepage bei T-Online?
2.6 Wo, wie und wann bekomme ich Support?
2.7 Haben die denn im Web auch was Brauchbares zu bieten?

3 Besonderheiten der eMail-Nutzung bei T-Online
3.1 Warum wird denn immer meine Telefonnummer im Header eingetragen?
3.2 Kann ich meiner Freundin auch einen eMail-Account zukommen lassen?
3.3 Gibt es Beschränkungen bei eMail via T-Online?
3.4 Ich hab gehört, man kann sich über eingetroffene Mails benachrichtigen lassen. Wie geht denn das?
3.5 Kann ich meine Mails bei T-Online über andere Provider abrufen?
3.6 Kann ich Mails an meinen T-Online-Account woanders hin forwarden lassen?
3.7 Verdammt, was tue ich dann, wenn ich im Ausland bin?

4 Besonderheiten der Usenet-Nutzung bei T-Online
4.1 Was für Newsgroups führt T-Online?
4.2 Wie bekomme ich die Gruppe hamster.missbrauch.wuergen.misc?
4.3 Wie oft muss ich pollen, um alles mitzubekommen?
4.4 Wie ist die Geschwindigkeit des Servers und des Feeds?
4.5 Warum wird denn immer meine Telefonnummer im Header eingetragen?
4.6 Was für Newsreader kann man denn benutzen?

5 Besonderheiten der Homepage bei T-Online
5.1 Wie erstelle ich meine Homepage?
5.2 Wie erstelle ich meine Homepage wirklich?
5.3 Homepage fertig. Wohin nun damit?
5.4 [grummel] Änderungen durchgeführt. Nun will ich sie hochladen?
5.5 Ich habe mir Frontpage 98 für 340 Emmchen gekauft. Funzt das nicht?
5.6 Das ist alles etwas flach, wo bekomme ich tiefschürfendere Infos?
5.7 Da soll ein "Impressum" auf der Homepage sein. Warum das denn?

6 Technische Details
6.1 Wenn ich T-Online-Server anpinge, bekomme ich "network unreachable"?
6.2 "Ping"? "Trace"? Was ist'n das für'n Kauderwelsch?
6.3 Wie sieht denn der Backbone und das Peering von T-Online aus?

7 Software von Usern
7.1 Export-Modul für das Online-Banking
7.2 CEPT-Modul für MS Internet Explorer 4
7.3 Tool, um MS Frontpage von Unterverzeichnissen zu befreien
7.4 Homepage-Upload inkl. Verwaltung
 

10 Anmerkungen des Autors
 
 

1 Allgemeines und Historisches

1.1 Ist T-Online nicht ein Online-Dienst?

Der Zugang zu T-Online ist in den letzten Jahren immer mehr zu einem Internetzugang geworden. Hing früher der Internetzugang hinter dem DatexJ-Netz (DxJ) der Telekom, was teilweise erhebliche Performanceprobleme mit sich brachte, so ist es bei dem seit Juli 97 allgemein zur Verfügung stehenden PPP-Zugang gerade umgekehrt, dort hängt DxJ als träger Wurmfortsatz hinten dran. In nicht allzu ferner Zukunft wird der direkte DxJ-Zugang möglicherweise verschwinden und die verbliebenen CEPT- und KIT-Anwendungen auf Internet-Servern migrieren und per PlugIn zu nutzen sein. Auch im Internet wird T-Online ein Online-Dienst bleiben, so sind derzeit mehrere "Portal-Sites" in Vorbereitung, die den verschiedenen Interesse gerecht werden und den Traffic möglichst im eigenen Netz halten sollen. Das seit frühen BTX-Jahren angebotene Microbilling soll nun vorerst dch nicht ins Web migrieren, T-Online hat mittlerweile allen T-Online-Anbietern das Inkasso zum 31.12.1999 gekündigt, ohne einen adäquaten Ersatz zur Verfügung zu stellen. Offensichtlich möchte man den "Bodensatz" der verbliebenen Anbieter, nämlich die berüchtigten Sex-Dialog-System ein für alle Mal loswerden. Ob dies gelingt, werden die Gerichte entscheiden, aber so sinnvoll die Möglichkeit von Microbilling im Prinzip auch sein mag, so sehr schaden die genannten Anbieter dem Image des Dienstes. Dennoch sehe ich hier eine erneute juristische Niederlage für die Telekom-Tochter heraufdräuen.
(Inhalt)

1.2 Was kostet T-Online eigentlich?

Umsonst ist der Tod und das auch nur für den Betroffenen. Die monatliche Gebühr von 8 DM ist seit langer Zeit stabil, mittlerweile kann man sie "boah eyh, is dat billig!" nennen. Der Pferdefuß ist eben, dass jede Anwahl bei T-Online Geld kostet, auch in den sogenannten "Freistunden".

PPP-Zugang, bundesweit zum Nulltarif, 0191011 ("eco"-Tarif)
6 Pf/Min, dabei ist die Nutzung aller Dienste inbegriffen, zwei Stunden pro Abrechnungsmonat sind zeittaktfrei. Ein Verbindungsentgelt von 6Pf wird für jede Anwahl erhoben. Achtung: Wer 191011 oder <Vorwahl>-191011 wählt, zahlt immer die Verbindungsentgelte des jeweiligen Telcos! Frei ist ausschließlich die Anwahl der 0191011, wenn die Verbindung über die Telekom hergestellt wird. Wer einen anderen Telco per Preselection hat, muss also 01033-0191011 wählen.

DxJ-Zugang, bundesweit zum Citytarif, 01910
werktags außer samstags von 8-18 Uhr 6Pf/min
sonst 2Pf/min
eMail inbegriffen
Internetzugang +5Pf/min

PPP-Zugang, bundesweit zum Citytarif, 019104981, ("pur"-Tarif)
3 Pf/Min, dabei ist die Nutzung aller Dienste inbegriffen, vier Stunden pro Abrechnungsmonat sind zeittaktfrei. Ein Verbindungsentgelt von 6Pf wird für jede Anwahl erhoben.

Tarifmodelle "pur" und "eco":

Standardmäßig ist jeder T-Online-Kunde "eco"-Kunde. Wer möchte, kann zum Ende eines Abrechnungsmonats zum Tarifmodell "pur" wechseln. Hier nutzt man eine andere Anwahlnummer (s.o.), zahlt nur 3Pf/min aber dafür zusätzlich die Verbindungsentgelte seines Telcos. Bei beiden Modellen bekommt man "Freistunden" (Achtung: 6Pf/Verbindung fallen immer an!) im Gegenwert von DM 7,20 pro Abrechnungsmonat. Die Nutzung der Freistunden ist nur unter der dem eigenen Tarif zugeordneten Rufnummer möglich. Ansonsten können Kunden beider Tarifmodelle auch ein "CbC" machen und ggf. die Vorteile der jeweils anderen Nummer nutzen.

Nachteil der neuen Regelung: Für alle Numern, die mit 01910 beginnen, funktioniert die Übermittlumng der Telekom-Entgelte weder per ISDN noch analog. Bei der 0191011 ist das auch korrekt, weil's eben nichts kostet, bei den anderen Nummern ist dies ein Fehler der Telekom.

Ein weiteres wichtiges Element des DxJ-Netzes ist der Dienst Btx. Hier kann jeder selbst Anbieter werden und sein Angebot auf CEPT-Seiten speichern oder einen eigenen, sogenannten "Externen Rechner" (ER) via DxP an das DxJ hängen. Hierbei kann das Aufrufen der Seiten oder der Zugang zum ER mit Gebühren belegt werden, die der Kunde direkt online verursachen kann, die Abrechnung erfolgt über die Telefonrechnung. Diese Anbieter-Entgelte reichen von DM 0,01 bis DM 9,99 pro Seite oder von DM 0,01 bis DM 1,30 Zeittakt (gilt bis 31.12.1999). Privatanwender kann man nur vor Zeittakten jenseits der 5 Pf/min warnen, da hat schon so mancher Haus und Hof verwixt^wverchattet. Andererseits gibt es einige professionelle Dienste (z.B. Spiegel-Archiv, Genios-Datenbanken), die bei intelligenter Nutzung auch höhere Zeittakte und Seitengebühren rechtfertigen. Die Welt ist bunt, was Du kaufst, ist Deine Sache. Systeme mit einem Zeittakt von DM 1,30 sind unseriös (Genau genommen: In all meinen Btx-Jahren habe ich nie einen Dienst kennengelernt, der mehr als 60Pf/min nahm und einen den Preis rechtfertigenden Gegenwert dafür bot.). Geboten wird dort für 78 DM/h eine Animation durch echte oder falsche Damen. Vergleichbare Angebote mit erweitertem Service finden sich in jedem Rotlichtbezirk.

Weitere Preise (Regionalseiten, Mitteilungsdienst, Antwortseiten) bleiben unberücksichtigt, weil diese den "Hardcore"-Benutzern bekannt sind und für den Neu-Nutzer keine Rolle mehr spielen.

Wichtig: Diese "Sonderentgelte" werden nie irgendwie "hinterrücks" erhoben, jedes Entgelt muss durch den Anwender explizit bestätigt werden! Wer also aus Neugier sich einmal CEPT und KIT anschauen will, braucht keine Angst zu haben, dass er gleich sein Haus verkaufen oder seine Frau vermieten muss. Nur passt mir auf bei den Zeittakten, wenn etwas interessant ist, sind die vor einer halben Stunde bestätigten "7Pf/min" schnell vergessen.
(Inhalt)

1.3 T-Online, Btx, CEPT, KIT, Datex-J, Classic, BtxPlus: AARGH! Was soll das?

Btx (Bildschirmtext) entstand Ende der Siebziger aus einer europäischen Initiative der Postminister. Vorgesehen war der Dienst als Informationsangebot, zum Anbieten von Dienstleistungen, zum Online-Verkauf und auch zur privaten Kommunikation. Die Erwartungen, den Dienst zu einem "Volksonlinedienst" zu machen, erfüllten sich nur in Frankreich (Teletel), in Deutschland war es eher ein kleiner, hartgesottener Kern, der sich diesen Luxus leistete. Ohne die Innovationskraft und den Idealismus der privaten (=nicht-staatlichen) Btx-Anbieter wäre hier auch nie etwas daraus geworden. Zunächst wurde der aus England stammende PRESTEL-Standard ("Klötzchengrafik") zur Darstellung genutzt, erst CEPT ermöglichte Anfang der Achtziger - für damalige Verhältnisse - "echte" Grafiken. Allerdings mit einem erheblichen Aufwand für den Programmierer, anders kann man die genialen "Seitenersteller" damaliger Zeit nicht nennen.

Es bestehen heute noch (teure) Gateways zu den anderen nationalen CEPT-Angeboten, teilweise sind die aber immer öfter "außer Betrieb", weshalb ich dieses Thema hier nicht weiter berücksichtigen werde.

Anfang der Neunziger übernahm die Firma 1&1 das Marketing für Btx und hatte durchschlagenden Erfolg. (Hinweis: Was anderes als Marketing können die aber auch nicht, dazu später mehr). Durch Hinzufügung sogenannter Containerdienste, wurde es notwendig, das Btx-Netz und den Btx-Dienst namentlich zu unterscheiden. So wurde "Datex-J" geboren, das Datex-Netz für Jedermann. Der Dienst Btx wurde im Gegensatz zu allen Verlautbarungen der Presse zu keiner Zeit "Datex-J" genannt, auch die c't irrte hier permanent. CEPT ist - wie schon erwähnt - nichts weiter als ein seitenorientierter Darstellungsstandard für Textzeichen und - nötigenfalls selbstprogrammierte (DRCS) - Grafikzeichen. Jede ansehnliche Grafik musste also aus selbst zu erstellenden Zeichen erst einmal zusammengepuzzled werden. (Eine Seite besteht aus 40x24 (oder CEPT2: 80x24) Zeichen.) Wer hier mal ein wenig "reinschnuppern" möchte, der sei auf die Seiten von Daniel Rehbein (http://home.t-online.de/home/daniel.rehbein/) verwiesen.

KIT (Kernsoftware für intelligente Terminals) entstand aus einer Initiative der Telekom und einiger Softwareunternehmen, darunter auch Microsoft. Hier wurde versucht, einen wirklichen, "mausbedienbaren" grafischen Standard in die alte Seitenstruktur einzubetten. Verrufen ist KIT vor allem durch schlechte Programmierer, die Ihren Schund zum Vergnügen aller Nicht-Btxler öffentlich zur Schau stellten. Geplant und nie realisiert: Interaktive KIT-Anwendungen, deren speicherintensive Grafiken und Programme (!) auf CD ausgelagert werden, so dass der Anwender nur Steuerbefehle empfängt und überträgt. Das hätte für das eher schmalbandige DxJ der Hit werden können, wenn nicht.... s.u.

Zeitgleich versuchte die Telekom, KIT ansprechend zur vermarkten und vernünftige Angebote unter einem Dach zu präsentieren. BtxPlus wurde geboren und 1&1, mittlerweile *der* Liebling der Telekom, mit der Betreuung beauftragt. Foren und Dialoge liefen damals mangels geeigneter Software noch im CEPT-Standard, der Rest in KIT. Der grandiose Misserfolg dieses Plans wurde zum einen durch die technische und gestalterische Inkompetenz der Firma 1&1 verursacht: Professionelle und semi-professionelle Anwendungen liefen unübersichtlich neben zusammengeklatschten, übertragungsintensiven, unintelligenten, fehlerbehafteten Programmen für die breite Masse. 1&1 gelang es nicht einmal, einen Style-Guide für die BtxPlus-Anwendungen zu erstellen und vorzuschreiben, damit der Benutzer sich zurechtfand. Auch eine Qualitätskontrolle fand nicht statt, nicht mal eine technischer Art.

Der andere Grund für das Scheitern von KIT war die planlose Einführung eines Internet-Anschlusses. Da hat der Eric Danke damals einsam entschlossen, "Machen wir!", als die Firma FUN (Feulner und Nahr) aus Karlsruhe ihm ein Konzept hinlegte. Pilotpreis 10 Pf/min, später 15Pf/min und eMail nach Volumen abrechnen. Ja, Pustekuchen! Die Kunden pfiffen auf CEPT und KIT, alle stürmten das Internet-Gateway, einige installierten extra OS/2, weil zunächst nur damit der Zugang möglich war. Als im September 95 das Gateway für alle geöffnet wurde, wurde auch der "T-Online-Decoder" und damit T-Online geboren. Bis dato musste man Zugangssoftware teuer erwerben, jetzt gab es einen alle Vorläufer übertreffenden Decoder (Autoren: Drews, FUN, Powerframe) für lau und Internet/eMail dazu. Statt der erwarteten "einige Tausend" nutzten plötzlich Hundertausende dieses Gateway. Die Erzählungen aus dieser Zeit ("Nur 14 cps? Du machst was falsch, ich habe immer 50 cps!") sind Legende, Btxler waren hartgesotten. Die Telekom kam mit dem Ausbau nicht nach, technisch Unmögliches wurde durch brute force (2MBit- statt 9,6KBit-Vernetzung) auch nicht wahr gemacht. Aber der Fortschritt war da, bald konnte man eine stolze Null an die gewohnten Übertragungsraten anhängen. ("Du lädst Grafiken automatisch? Biste nur noch blöd, oder wat?")

Mai 96, Zäsur. Das Gateway kostet statt der projektierten 15Pf/min nur noch 5Pf/min. (Im April wurde es angekündigt, es war ein Traum: Plötzlich waren 3500 cps zum alten Preis möglich!). T-Online wuchs nicht mehr, es explodierte. Onlinebanking, Btx-Schweinkram, Internet, und alles halbwegs bezahlbar. Und da Btx seit jeher den Modeschlager ISDN unterstützte, ging's jetzt richtig ab. (Nur die c't meckerte mit ihren unbestechlichen Messungen, was interessierte das den Geblendeten?)

Der PPP-Zugang wurde lange vorbereitet, er sollte schon Ende 96 eingeführt werden. Die Wunder des PPP-Zuganges konnten zunächst nur die Betatester wahrnehmen, als alle durften, brach die Technik zusammen. Die Ascend-RARs starben reihenweise den Überlastungstod, die Radius-Server kapitulierten ob der gigantischen Requests und - einmalig bis dato - identifizierten Anwender im Juli 97 falsch, so dass es sogar zur falschen Zuordnung IP - User kam, d.h., es wurde eMail falsch zugestellt! (Das kann allen passieren, aber doch nicht T-Online! Gemächlich? Ja, aber eben auch 100% zuverlässig!) Und bis November dauerte es, bis man auch die PPP-Proxies endlich benutzen konnte, ohne einen Verlust in Kauf zu nehmen zu müssen. Das Transportvolumen T-Onlines wuchs von April bis August 97 um lockere 1000%, die Teilnehmerzahl nur um 10%: Ja, die Btxler waren ausgedörrt und labten sich an der Sonne der cps-Raten von 1000 bis 8000, ja, wenn sie denn hereinkamen.

Ein Begriff fehlt noch: "Classic". Damit wird heute alles bezeichnet, was nicht Internet ist. Fertig. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
(Inhalt)

1.4 Auslandszugang bei T-Online

Ausführlich dargestellt findest Du alles auf folgenden Seiten: http://www.t-online.de/service/index/izusvx00.htm

Hier wird der neue Auslandszugang von T-Online vorgestellt. Die drei Elemente sind folgende:

 - T-Online-Connection-Manager (TCM):

Ein Programm für Win9x/NT, mit dessen Hilfe der Zugang über andere Provider im Ausland erfolgen kann. Die Abrechnung der Kosten (5Pf/min aus USA oder Canada, 10 Pf/min sonst) erfolgt über T-Online, zusätzlich entstehen Verbindungskosten je nach dem örtlichen Telekommunikationsanbieter. Zur Nutzung ist eine Anmeldung erforderlich, diese kann nur vom Hauptbenutzer vorgenommen werden und gilt dann für alle Mitbenutzer. Für Nutzer anderer Betriebssysteme finden sich Informationen auf den Seiten von Lutz Mohnhaupt (http://www.mohnhaupt.de/t-int.htm).

 - T-Online-ClassicGate

Ein Programm für Win9x/NT, mit dessen Hilfe der Zugang zu T-Online-Classic über beliebige Internetverbindungen erfolgen kann. Die Abrechnung der Kosten (5Pf/min, auch wenn Du über T-Online verbunden bist!) erfolgt über T-Online, zusätzlich entstehen Verbindungskosten je nach dem örtlichen Telekommunikationsanbieter. Zur Nutzung ist eine Anmeldung erforderlich, diese kann nur vom Hauptbenutzer vorgenommen werden und gilt dann für alle Mitbenutzer. Das Onlinebanking-Modul kann über diesen Zugang leider nicht benutzt werden, aber Banking kann man hier natürlich über die normalen CEPT-Interfaces der Banken machen. Man sollte nur ein Zettelchen mit PINs und TANs mitnehmen. ;-)

 - T-Online-WebMail

Unter https://webmail.t-online.de kannst Du mit einer dem eMail-Client der T-Online-Software ähnelnden Oberfläche online Deine Mails lesen und beantworten. Die Nutzung von T-Online-WebMail ist mit jedem framefähigen Browser über eine beliebige Internetverbindung möglich und verursacht keine Zusatzkosten.  Zur Nutzung des Dienstes ist eine Anmeldung erforderlich, diese kann bei T-Online-WebMail jedoch jeder Mitbenutzer unabhängig voneinander schalten.
(Inhalt)

1.5 Zugang per ADSL bei T-Online

Ab Juli 1999 sollen bei T-Online die ersten ADSL-Zugänge zur Verfügung stehen. T-Online stellt dazu einen sogenannten "ADSL-Showcase" (http://www.t-online.de/adsl/) zur Verfügung, wo man sich informieren kann.

Bis Ende 1999 sollen es an die 40 Ballungszentren sein (zuerst: Hamburg, Hannover, Berlin, Düsseldorf, Köln, Bonn, Dortmund, Frankfurt/Main, Stuttgart und München), aber bis Ende 2002 (!) sind nur noch weitere 30 Vorwahlbereiche geplant. (Notabene: Es gibt an die 3500 Vorwahlbereiche in Deutschland.) Ich persönlich glaube nicht, dass der Ausbau ab 2000 wirklich so langsam vorangehen wird. Auch die Preise sind moderat, so dass die Nachfrage vermutlich den Ausbau beschleunigen wird.

Obwohl es technisch keinen Grund dafür gibt, wird ADSL nur in Verbindung mit ISDN angeboten werden. Die Höhe des Einrichtungsentgeltes ist mir nicht bekannt, der monatliche Beitrag wird  DM 98 kosten (ADSL und ISDN!). T-Onliner zahlen dann 99 Mark zusätzlich für 50 Online-Stunden oder 149 Mark für 100 Online-Stunden, wobei jede Folgeminute 6 Pfennig kostet. Achtung: Für jeden Verbindungsaufbau kommen jeweils 6 Pfennig hinzu!  Für "Dauersurfer" lohnt sich das natürlich, für mich wohl eher nicht, denn ich bin weit von den 50 Stunden/Monat entfernt.

T-Online wird spezielle Angebote kreiren, so dass ADSL-Kunden auch mal was von der potentiellen Bandbreite haben. Denn wenn man jetzt Sites nur mit 4000 cps erreicht, wird es natürlich mit ADSL auch nicht besser. Der Downstream bringt immerhin 768 KBit/s (12 x ISDN) und der Upstream immer noch 128 KBit/s (2 x ISDN). Neukunden bekommen einen NTBA mit eingebauten Splitter, im wesentlichen müssen die nur ihre Ethernet-Karte anschließen, Altkunden bekommen den Splitter als Zusatzgerät für ihren NTBA.
(Inhalt)
 
 

2 Der Internetzugang, allgemein

Hinweis: In der Folge ist ausschließlich der PPP-Zugang gemeint, der DxJ- bzw. SLIP-Zugang ist fast schon Geschichte und zur Genüge in (1) betrachtet.

2.1 Was für Software gibt's denn bei T-Online?

Auf der T-Online-CD wird eine Zugangssoftware für Windows und Mac geboten. Letzterewird eher  stiefmütterlich gepflegt und ist einer besonderen Betrachtung nicht wert. Aber dies ist nicht tragisch, wenn man Absatz 1.1 betrachtet, es werden weitere Migrationen zu von allen Betriebssystemen unterstützten Standards erfolgen die eine spezielle Zugangssoftware weitgehend überflüssig machen. Mit dem "Decoder" ist fortan die Windows-Zugangssoftware gemeint. Es gab bis vor kurzem auch noch einen Decoder für OS/2, jedoch ist die Herstellerfirma pleite und die Software wird nicht mehr verteilt.

Der Decoder ist ein 16bit-Programm und unterstützt alle vorgenannten Standards und bietet desweiteren eigene Winsocks für die Nutzung von Internet-Clients. Wegen seiner breiten Anwendungsmöglichkeiten ist der Decoder sehr fett und damit empfindlich. Wenn man die "Pflegehinweise" in den T-Online-Gruppen beachtet, kann man damit aber auskommen. Die Besonderheit dieses 16bit-Decoders ist sicherlich die Unterstützung von 32bit-Internet-Clients. Durch eine proprietäre Kombination von winsock.dll, wsock32.dll, dstip.dll (TCP/IP/PPP-Stack) und fs32srv.dll ("FUNSock") (alle vier sind in Zukunft mit "FUNSock" gemeint!) ist es gelungen, eine einzige, brauchbare Software für NT4 SP3, Win95, WfW 3.11 und Win 3.1 zu bieten. Wer Probleme mit dem DFÜ-Netzwerk hat, sollte darauf setzen: Das Ding bringt alles mit, was man braucht, und er konfiguriert sich weitgehend selbst. Die FUNSocks unterstützen nicht jede Anwendung aber fast jede. Ursache des "fast" sind aber in der Hauptsache undokumentierte "Features" aka Bugs der MS-WinSocks, die von einigen Programmieren genutzt werden, die die FUNSocks nicht kennen. Aktuell ist derzeit die Version 2.07 des Decoders.

Makros: Die kann man ausschließlich in CEPT-Anwendungen benutzen. Leider stirbt CEPT, sonst würde ich hier Romane schreiben. Klar, Pascal ist das nicht, die Programmierung ist schwierig (Timing-Probleme). Aber sowas gibt es halt im Web und KIT nicht. Wer da mit umgehen kann und will: Alt-O,M,M, da ist die Hilfe. Ich habe den Decoder früher dafür benutzt, automatische Polls mit XP zu starten und habe eMails damit halbautomatisch importiert und exportiert. Es ist also möglich. ;-)

eMail: Geboten wird ein wirklich einfacher Client für Anna und Otto. Wer nur eMails senden und empfangen will, ohne auf Verwaltung der Ablage, Filter und anderer erweiterter Möglichkeiten Wert zu legen, der ist damit hervorragend bedient: Einfacher geht es nicht. Engagierte Anwender setzen natürlich leistungsfähigere Clients ein. Besonderer Hinweis: Wer die Urversion des 2.0-Decoders installiert hat, hat trotz Online-Updates immer noch auch die "Urversion" des eMail-Clients. Der Klick auf das Image rechts oben bringt es an den Tag: "Version 2.0 6/97". Wer das hat, sollte schleunigst updaten, denn diese Version hat erhebliche Fehler. Wegen der Größe des notwendigen Updates gab es das nie innerhalb der Versionsverwaltung. Das Update findet man auf http://www.t-online.de/service/inhalte/dowsvi02.htm. Aktuell ist die Version 2.3.

Homebanking: Wie große Teile des Decoders und der ganze eMail-Client, stammt dieses Modul aus der Schmiede FUN (http://www.fun.de). Das heißt, Innovation und Featuritis sucht man vergebens, was man aber vorfindet, ist ein leicht zu bedienendes Programm, mit dem man Online-Banking für beliebig viele Konten betreiben kann. Zudem ist die Pflege dieses Moduls gewiss, aktueller sind die anderen auch nicht. Jedes Konto kann hier einzeln durch Passwort geschützt werden. (Natürlich können Hacker diesen "Schutz" knacken, aber Hein Blöd - also Dein Papa - eben nicht.) Diese Funktion fehlt übrigens zu meinem Bedauern dem eMail-Client. Für Euro-Konten benötigt man die Version des Onlinebanking-Modules, diese kann man entweder herunterladen (http://www.t-online.de/service/inhalte/bansvi01.htm) oder bei der Hotline telefonisch (0130-0190) oder per eMail (hotline@t-online.de) bestellen.

Browser: Netscape in allen Variationen, ebenso der MSIE4 (in Kürze MSIE5). Von letzterem rate ich bei Betrieb mit dem Decoder ab. Der MSIE4 ist im Gegensatz zum MSIE3 eher launisch, wenn man den ressourcenfressenden "Active Desktop" installiert, wird es grausam. (Fehler in MSIE und MSOE, die bei dem "32bit-Winsock-Support über Lader" zur Kapitulation führen.)

Adds: "Quicktime": Wird bei der Installation als allererstes angeboten. Mein Rat: Ablehnen, es gibt zuviele Probleme damit. (Das hängt auch von der Grafikkarte bzw. dem Treiber ab.) "Acroread": Der Adobe Acrobat Reader für *.PDF-Files. Tip: Installieren, Inkompatibilitäten konnte ich nicht feststellen und es gibt allerhand Dokus, die man nur in diesem Format findet. Wenn man schon auf dem Bildschirm lesen muss, dann ist dieses Tool Spitze. "HP-Tools": Ein rudimentärer HTML-Editor und ebenso rudimentärer ftp-Client zum Upload. Vorteil: Einfachst. Nachteil: Einfachst. Erste Schritte kann man damit machen, mehr nicht. Den "HP-Admin" kann man zum Upload unter Win 3.x gut einsetzen, da braucht man nichts anderes. Unter Win95/Win NT empfiehlt sich ein 32bit-Client, der mit langen Dateinamen umgehen kann. Hinweis: Viele ftp-Clients kommen mit dem Homepage-Server von T-Online nicht zurecht. Ursache ist, dass diese Clients mehr als den Mindeststandard (RFC959, http://www.faqs.org/rfcs/rfc959.html) voraussetzen. Näheres dazu später.
(Inhalt)

2.2 Ich will den Decoder nicht! Wie komme ich in T-Online rein?

DOS: Da kann man nur die Homepage von UKA_PPP (von Karl Heinz Weiss, URL: http://mvmpc9.ciw.uni-karlsruhe.de/public/uka_ppp/) empfehlen. Der Zugang ist schnell konfiguriert, alle "Basics" sind dabei. Hinweise zum Betrieb mit XP und weitere Links findet man auf http://home.t-online.de/home/Juergen_Hille/

Anleitungen zur Konfiguration verschiedener Betriebssysteme zur Nutzung des T-Online-PPP-Zuganges findet man auf der Homepage von Albert Rommel unter dem URL "http://home.t-online.de/home/albert.rommel/ppp.htm". Beschrieben werden dort die Verfahrensweisen für die Systeme Win95, Win98, Win3.x, WinNT, WinCE, OS/2, MAC, Amiga, Linux, SCO Unix, USR Palm Pilot und Psion 5.
(Inhalt)

2.3 Was muss ich wissen, wenn ich eMail über T-Online senden und empfangen will?

Wenn Du den Decoder-Client benutzt: Nichts. :-) Fangen wir an bei der T-Online-Nummer: Diese leitet sich bei den meisten Benutzern aus der Telefonnummer ab. Meine ist 0511-465783. die kanonische eMail-Adresse meines Accounts ist demnach 0511465783-0001@t-online.de. Solange ich diese T-Online-Nummer habe, ist diese Adresse immer erreichbar. Man kann zusätzlich(!) einen Alias für sich eintragen, das geht zum einen im CEPT mit KIT unter *Alias# oder im Web unter http://service.t-online.de/id/setualia.cgp. Mein Alias ist natürlich "Youssarian" und so bin ich ebenfalls unter Youssarian@t-online.de zu erreichen. Der Alias kann jederzeit geändert werden, ist daher unzuverlässiger. Aber normalerweise ändern die Leute ihren Alias nicht jeden Tag.

Server für Posteingang: POP3, Hostname: pop.btx.dtag.de Account: Alias (im Prinzip beliebig) Password: . (im Prinzip beliebig)

Server für Postausgang: SMTP, Hostname: mailto.btx.dtag.de

Diese Server sind von "draußen" nicht zu erreichen. Die Identifizierung erfolgt allein beim Login zu T-Online, Identifizierungen an einzelnen Server laufen grundsätzlich über Radius-Protokoll. (Ausnahme: CEPT-Port)
(Inhalt)

2.4 Hat T-Online einen Newsserver?

Ja, Protokoll ist natürlich NNTP, Hostname news.btx.dtag.de Der Server hat z.Z. etwa 10500 aktive Gruppen, darunter sind nur wenige Binary-Gruppen (gut!). "de.*" dürfte einigermaßen komplett sein, auch von den TLDs ist eine gute Auswahl vorhanden. Hinzu kommen eigentlich lokale Gruppen von Microsoft und Star Division und anderen Herstellern, sowie eine ganze Reihe anderssprachiger Gruppen (polnisch, italienisch, französisch, dänisch). Mittlerweile hat T-Online auch eine gute Auswahl an regionalen Gruppen aufliegen.
(Inhalt)

2.5 Bekomme ich eine Homepage bei T-Online?

T-Online stellt jedem Kunden eine Homepage zu Verfügung, dessen Größe auf 10 MByte beschränkt ist. Updaten kann man in "Echtzeit" mit einem ftp-Client. Hier funzt aber leider nicht jeder Wald- und Wiesen-Client. Näheres dazu im Kapitel über die Homepage. Hier noch die wichtigsten Eigenheiten in Stichworten:

- Keine CGI-Unterstützung oder sonstiges, was auf dem Server Schreibaktionen erforderte.
- Keine Unterstützung der Frontpageerweiterungen
- Keine Unterverzeichnisse
(Inhalt)

2.6 Wo, wie und wann bekomme ich Support?

Technischer Support
Mo.- Sa., 8-22 Uhr Hotline, kostenlos 0130-0190 oder per Mail an hotline@t-online.de.
Per eMail kommt da - außer bei Anfängerproblemen - nicht viel rüber. Es wird auch nicht alles beantwortet. Wegen der 0130-Nummer muss man evtl. lange Warteschleifen in Kauf nehmen. Und wenn man wen dran hat und kein Anfängerproblem hat, muss man mit dem Supporter wie mit einem kranken Pferd reden, damit man mit einem kompetenten Gesprächspartner verbunden wird. Fazit: Man ist sehr bemüht, aber wenn man qualifizierten Support benötigt, braucht man Geduld. Für Anfänger auf jeden Fall brauchbar.

Newsgroups t-online.*
Hier leistet das sogenannte T-Online-Team (im folgenden liebevoll TOT genannt) öffentlich Support und streitet sich mit den Teilnehmern herum. :-) Die technische Kompetenz ist höher einzuschätzen als bei der Hotline, aber man sollte da nicht die Sau rauslassen: Drohende Mahnungen, Verweise auf die Netiquette, evtl. Schreibsperre auf dem Server können die Folgen sein. Am besten ist, man beendet jede Anfrage mit "Was mache ich falsch?", dann sind sie handzahm. ;-)

Alles in allem macht das TOT einen guten Eindruck, dies spiegelt sich auch in dieser FAQ wieder, zu der das TOT unwillentlich Erhebliches beigetragen hat (C&P ;-). Mails ans TOT sind zwecklos, da bekommt man nur einen Verweis auf die Newsgroups und auf die Hotline.

t-online.info.aktuell, moderiert, für Verlautbarungen von T-Online
t-online.info.tips+tricks, moderiert, FAQs und so
t-online.homepage.gestaltung, Wie kann ich meine Besucher effektiv schockieren?
t-online.homepage.technik, Warum klappt der Upload nicht?
t-online.homepage.sonstiges, Rechtliche Aspekte und eben "Sonstiges"
t-online.programme.banking, für T-Online-Banking-Programme
t-online.programme.email, für eMail-Clients
t-online.programme.newsreader, Probleme mit Newsreadern
t-online.programme.webbrowser, Probleme mit Browsern
t-online.programme.t-online.software, für Decoder-Probleme
t-online.programme.sonstige, Probleme mit anderen Programmen
t-online.neubenutzer.fragen, na, was wohl?
t-online.sonstiges, alles, was sonst nicht passt
t-online.talk.allgemein, für Nicht-T-Online-Probleme
t-online.talk.internet, für allgemeine Internet-Diskussionen
t-online.talk.usenet, für allgemeine Usenet-Diskussionen
t-online.test, keine Ahnung, muss ich noch testen
t-online.zugang.isdn, für ISDN-Probleme
t-online.zugang.modem, für Modem-Probleme
t-online.zugang.sonstiges, allgemeine Probleme mit dem Zugang, ADSL.

Web, www.t-online.de, lotse@t-online.de
"Service" wählen, hier kann man sich über die Basics bei T-Online informieren. Kleine Lehrgänge, ein bisschen Zusatzsoftware, rechtliche Bedingungen, allgemeine Hinweise. Neu-User sollten hier schon mal gucken, aber schreibt keine Mail an die Redaktion lotse@t-online.de: Es gibt keine Antwort.

Administration, Verwaltung, Abrechnung
Tel.: Mo.-Sa., 8-22 Uhr, 0800 33 05000, Fax: 0800 33 05030, eMail: auftrags-service@t-online.de
Freundlich, meist kompetent. Mehr weiß ich nicht, ich brauche die Jungs nicht.
(Inhalt)

2.7 Haben die denn im Web auch was Brauchbares zu bieten?

Ja, da scheiden sich die Geister. Microsoft hat  20 mio. bezahlt, um auf deren Homepage werben zu dürfen. Also ist das Angebot schon irgendwie attraktiv. Die haben da auch Spezialitäten, auf die nur T-Onliner Zugriff haben. Zum Beispiel die Tore der Fussballbundesliga von "ran" als Video. IMHO kann das gar nicht gut sein (Briefmarkenvideo, da sieht Olaf Marschall wie Tante Käthe aus), aber wem's gefällt....
Die meisten Inhalte kommen wohl von der Rhein-Neckar-Zeitung, die schon in T-Online-Classic ein gutes KIT-Programm pflegt. Ach ja, KIT: Ähnliches wie www.t-online.de bekommt man auch in T-Online-Classic ab *lotse01#. Sowas hat AOL auch, daher irgendwie nicht das, was einem vom Stuhl reißt.
(Inhalt)
 
 

3 Besonderheiten der eMail-Nutzung bei T-Online

3.1 Warum wird denn immer meine Telefonnummer im Header eingetragen?

Eines vorweg: Seit April 1998 bekommen alle neuen T-Online-Kunden per Default eine "anonymisierte" T-Online-Nummer, diese sind hier also nicht direkt betroffen. Für die Altkunden gilt: Du hast implizit Dein Einverständnis gegeben, als Du diese Telefonnummer zu Deiner T-Online-Nummer machtest. Klar, Du hast es nicht gewusst. Aber die T-Online-Nummer ist nichts Geheimes, sondern Deine Identität im Netz. Deine eigentliche Mail-Adresse ist und bleibt [Deine T-Online-Nummer]@t-online.de. Diese Adresse wird vom SMTP- und Newsserver immer im Received-Header und zusätzlich als X-Sender-Header eingefügt, und dient als authentifizierte Adresse des Posters bzw. Mailers. (D.h., es gilt genauso für das Usenet!)

Um eine anonymisierte T-Online-Nummer, d.i. eine Nummer, die keinem realen Telefonanschluss entspricht, zu erhalten, wendest Du Dich am besten an die Auftragsbearbeitung in Düsseldorf:

Deutsche Telekom Online Service GmbH
Zentrale Auftragsbearbeitung
PF 104044
40031 Düsseldorf
Fax: 0211-352311
Tel: 0211-1724869 (8-18 Uhr)

Die Umstellung ist kostenlos.
(Es könnte auch telefonisch bei 0800 33 5000 (Kundenverwaltung) klappen)
(Inhalt)

3.2 Kann ich meiner Freundin auch einen eMail-Account zukommen lassen?

Logisch. Aber das kostet, schließlich sind wir bei der Telekom. Schau Dir die Seiten ab *7# im Classic an. Da kannst Du auch einen Mitbenutzer anlegen. 5Pf/Tag, und Du hast einen zweiten, vollwertigen Account. Ganz wichtig: Personalisierte Dienste lassen sich nur dann abfragen, wenn man sich mit den Zugangsdaten des gewünschten Mitbenutzers einwählt. Die Identifizierung findet nicht am eMail-Server statt, sondern ausschließlich bei der Einwahl. Das ist ein Nachteil, aber wer mehrere eMail-Konten pflegt, kann die Prozeduren mit MS Outlook Express wunderbar automatisieren. In diesem Falle also eine Empfehlung, aber als Newsreader solltet Ihr das Teil nicht benutzen. (dazu später)
(Inhalt)

3.3 Gibt es Beschränkungen bei eMail via T-Online?

Logisch. :-)
Du darfst nicht mehr als 100 eMails pro Tag oder 1000 eMails pro Monat versenden. Sonst gibt's'ne Mahnung vom "T-Online-Team". Begründet wird das technisch, die wahre Ursache ist vermutlich, dass man Spamming unterbinden will, was ja zu begrüßen ist. So braucht man sich nicht auf Diskussionen und Prozesse einlassen, was nun Spam ist und was nicht, und ob das in Deutschland überhaupt verboten ist oder nicht. (Siehe Entscheidungen der EU. :-( )

Dein Postfach ist 5 (echte) MB groß, das bedeutet bei T-Online, dass Du dann, wenn die 5 MB noch nicht ausgeschöpft sind, eine beliebig große eMail empfangen kannst. Danach geht alles Eintreffende retour, bis Du Dein Postfach leerst. Holst Du Deine eMail nicht ab, wird sie nach 30 Tagen gelöscht, in diesem besonderem Falle wird der Absender nicht benachrichtigt. Nachteil: Über T-Online lassen sich Mailinglisten nicht vernünftig betreiben, denn gezählt wird nach Empfänger, nicht nach Mailfile. Benutze also ggf. "freie" Listserver wie etwa folgende:

http://www.onelist.com/
http://www.coollist.com/
http://www.lisde.de/
http://www.listbot.com/
http://www.egroups.com/
http://www.lyris.net/ (kommerziell)
http://www.isfa.com/isfa/lists/ (nur Fußball)

Bestehende Listen kann man so finden:
http://www.lsoft.com/lists/listref.html
http://www.NeoSoft.com/internet/paml/
http://catalog.com/vivian/interest-group-search.html
(Inhalt)

3.4 Ich hab gehört, man kann sich über eingetroffene Mails benachrichtigen lassen. Wie geht denn das?

Einfach. Geh auf http://www.t-online.de, wähle "Service", dann eMail und da ist schon ein Link. Tip: Lies die Anleitung! Im Moment werden unterstützt: D1-SMS, Cityruf, (beides ohne zusätzliche Kosten) sowie Scall und Skyper. (21 Pf je Benachrichtigung) Geplant ist zusätzlich ePlus und D2, ob das was kosten wird, steht noch nicht fest. Du kannst pro Account bis zu vier Pager (!) definieren und bis zu fünf Negativ-Positiv-Filter auf Subject oder Absender mittels "case-insensitive subset-string" setzen. Bei guter Konfiguration wirst Du nur über wichtige Mails informiert. Beachte aber, dass das minimale Benachrichtigungsintervall bei einer Stunde liegt. Wurdest Du also über eine Nachricht um 12:21 Uhr benachrichtigt, dann erfolgt bis 13:21 Uhr keine Benachrichtigung, es sei denn, Du hättest Deine Mail vorher abgeholt. (Dann wird der Timer bei T-Online auf Null gesetzt) Für "Normalos" genügt die einmalige Benachrichtigung, die erst wieder aktiv wird, wenn die Mail abgeholt wurde.
(Inhalt)

3.5 Kann ich meine Mails bei T-Online über andere Provider abrufen?

Nein. Ausnahme: WebMail, siehe dazu unter 1.4.
(Inhalt)

3.6 Kann ich Mails an meinen T-Online-Account woanders hin forwarden lassen?

Nein.
(Inhalt)

3.7 Verdammt, was tue ich dann, wenn ich im Ausland bin?

Du könntest den T-Online-Auslandszugang und T-Online-WebMail benutzen, siehe dazu unter 1.4.

Alternative:
Du könntest einmal auf http://www.gmx.net schauen, dort kannst Du Dir einen kostenlosen eMail-Account zulegen, der auch Forwarding (z.B. zum T-Online-Account) unterstützt. Wenn Du ins Ausland gehst, kannst Du das Forwarding abschalten und die Post direkt bei GMX abholen. Auch einen SMTP-Server hat GMX, so dass Du auch direkt über GMX mailen könntest. (*) Wenn Du über T-Online oder einen anderen Mail- oder News-Account mailst oder postet, kannst Du Deinen Nachrichten einen Reply-To-Header auf Deinen GMX-Account hinzufügen, das ist Sache einer einmaligen Konfiguration des eMail- bzw. News-Clients.

T-Online wird laut Ankündigung in Kürze allerdings die Einwahl über das Ausland (über 100 Länder) ermöglichen. Dafür benötigt man einen speziellen Dialler, den T-Online zur Verfügung stellen wird. Die Details stehen derzeit noch nicht fest.

(*) T-Online hat durchblicken lassen, künftig den den SMTP-Port zu schließen, da dieser zu oft von T-Online-Kunden für das Spamming über fremde Mailserver missbraucht wurde. Die meisten Mailsserver sind dann nicht mehr direkt zu erreichen, sondern es muss über den T-Online-Mailserver eingeliefert werden. Für die allermeisten Kunden ändert sich dadurch nichts, aber der SMTP-Server von GMX wäre dann nicht mehr erreichbar. (POP3-Accounts sind davon nicht betroffen!) GMX hat für diesen Fall jedoch angekündigt, einen SMTP-Server auf einen anderen Port als Port 25 laufen zu lassen, so dass eine direkte Einlieferung weiterhin möglich wäre. Außerdem unterstützt GMX auch das Senden via POP3-Protokoll (non-RFC-Commands).  Die Erntshaftigkeit der ankündigung T-Online darf in Zweifel gezogn werden, denn mittlerweile ist sie deutlich älter als ein Jahr.
(Inhalt)
 
 

4 Besonderheiten der Usenet-Nutzung bei T-Online

4.1 Was für Newsgroups führt T-Online?

Die Auswahl an de.*-Gruppen ist sehr gut, z-netz, Maus und Fido ist z.T. auch drauf. Außerdem gibt es eine Antahl regionaler und einige Firmen-Support-Gruppen. Von den TLDs wird nur eine Auswahl geführt.
(Inhalt)

4.2 Wie bekomme ich die Gruppe hamster.missbrauch.wuergen.misc?

Weitere Gruppen werden auf Anfrage vom Newsmaster (newsmaster@t-online.de) eingerichtet. "Schmuddelkram", warez & cracks kommen aus rechtlichen Gründen nicht auf den Server. In Sachen "Schmuddelkram" ist T-Online mittlerweile mutig geworden, reine Textgruppen (de.talk.liebesakt, de.soc.bdsm) sind inzwischen verfügbar.
(Inhalt)

4.3 Wie oft muss ich pollen, um alles mitzubekommen?

Die Haltezeiten sind sehr unterschiedlich und sie können sich laut TOT täglich ändern. Deren letzte Verlautbarung lautete:

Gelöschte Gruppen expiren sofort, per Default wird sieben Tage gehalten.
(moderierte Gruppen per Default vierzehn Tage)

Sonderregeln:
t-online.* wird besonders lange gehalten: 90 Tage

Deutschsprachige Hierarchien werden etwas laenger gehalten,
de.*,maus.*,z-netz.*, fido.*, stardivision: 96 Tage

Weitere Ausnahmen:

de.newusers.infos: 128 Tage
rec.arts.movies.reviews: 90
de.markt.*, de.test: 21 Tage

alt.*: Vier Tage

Ausnahmen:
alt.games.final-fantasy, alt.music.hardcore, alt.religion.scientology, news.admin.net-abuse.email, news.newusers.questions, rec.arts.movies.current-films, rec.collecting.sport.baseball, rec.sport.pro-wrestling, talk.politics.guns, talk.politics.misc: 3 Tage
alt.fan.*: 2 Tage
(Ausnahme der Ausnahme: alt.fan.rush-limbaugh: 3 Tage)
alt.binaries.*, biz.clarinet, biz.jobs.offered, comp.os.ms-windows.win95.misc,
misc.jobs.resumes, news.lists.filters, alt.test*, control.cancel: 1 Tag
misc.jobs.contract*, misc.jobs.offered*: 0.5 Tage
 

(Inhalt)

4.4 Wie ist die Geschwindigkeit des Servers und des Feeds?

Die Performance des Servers ist ausgezeichnet, auch um 21 Uhr habe ich keine niedrigen Raten. Eingangsseitig ist der Feed recht schnell, ausgangsseitig treten die früher bekannten Verzögerungen von bis zu vier Stunden auch nicht mehr auf. IMO gibt es in Deutschalnd in Bezug auf News nichts Besseres, denn der Newsmaster sorgt zum Beispiel dafür, dass man die schlimmsten Spam- oder Hipcrime-Attacken  gar nicht sieht.
(Inhalt)

4.5 Warum wird denn immer meine Telefonnummer im Header eingetragen?

Eines vorweg: Seit April 1998 bekommen alle neuen T-Online-Kunden per Default eine "anonymisierte" T-Online-Nummer, diese sind hier also nicht direkt betroffen. Für die Altkunden gilt: Du hast implizit Dein Einverständnis gegeben, als Du diese Telefonnummer zu Deiner T-Online-Nummer machtest. Klar, Du hast es nicht gewusst. Aber die T-Online-Nummer ist nichts Geheimes, sondern Deine Identität im Netz. Deine eigentliche Mail-Adresse ist und bleibt [Deine T-Online-Nummer]@t-online.de. Diese Adresse wird vom SMTP- und Newsserver immer im Received-Header und zusätzlich als X-Sender-Header eingefügt, und dient als authentifizierte Adresse des Posters bzw. Mailers. (D.h., es gilt genauso für eMail!)

Um eine anonymisierte T-Online-Nummer, d.i. eine Nummer, die keinem realen Telefonanschluss entspricht, zu erhalten, wendest Du Dich am besten an die Auftragsbearbeitung in Düsseldorf:

Deutsche Telekom Online Service GmbH
Zentrale Auftragsbearbeitung
PF 104044
40031 Düsseldorf
Fax: 0211-352311
Tel: 0211-1724869 (8-18 Uhr)

Die Umstellung ist kostenlos. (Es könnte auch telefonisch bei 0800 33 5000 (Kundenverwaltung) klappen)

Außerdem wirst Du feststellen, dass im From-Header immer Dein Alias steht (gilt auch bei eMail). Das hat im Usenet gewisse Nachteile: Fremdcancel-FAQ-gerechte Fremdcancel sind bei T-Online nicht möglich (Fremdcancels gehen aber). Du kannst im Usenet keine moderierte Gruppe leiten, jedenfalls nicht so, wie andere es tun können. TOT begründet das zusammengefasst wie folgt: "Keine Sau guckt auf den Sender-Header, alle schauen nur auf den From-Header. Und wir müssen Missbrauch verhindern, darum bleibt das so, egal, wie sehr ihr quengelt." (Das sagen sie mit vielen Sätzen und sehr höflich, aber sie rücken nicht einen Handbreit von dieser Linie ab). Mich persönlich interessiert diese Einschränkung nicht, die Missbrauchsverhinderung ist jedenfalls sehr wirksam. Es reduziert die Anzahl von Twits um ein Erhebliches, und das ist nicht schlecht, schließlich hat man auch als Kunde sowas wie eine Corporate Identity. Ich habe jedenfalls so nicht das Gefühl, mich der Domain "t-online.de" schämen zu müssen.
(Inhalt)

4.6 Was für Newsreader kann man denn benutzen?

Jeden, der NNTP kann, UUCP gibt es nicht und wird es auch nicht geben. Mangels Kenntnis aller möglichen Programme, gebe ich hier nur die Empfehlungen des TOT wider. Ich selbst habe Crosspoint, Internet News, Outlook Express, Collabra, (Free) Agent und Gravity ausprobiert. (Free) Agent, Gravity und CrossPoint taugen IMHO was. Ich selbst benutze für Mail und News nur noch den Agent. Der kostete mich zwar was, aber ich kennen keinen besseren Newsreader für Win(NT/95/3.x). Und CrossPoint ist auch nur mit Einsatz einiger Tools besser als der Agent.
 

Win95/NT:
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Gravity (http://www.microplanet.com/)
(Free) Agent (http://www.forteinc.com/)

Das letztgenannte Programm ist bei T-Online-Usern besonders beliebt. Leider ist es nur in Englisch verfügbar. Dies soll allerdings kein Hinderungsgrund sein, auch wenn Deine Englischkenntnisse nur gering sein sollten. Eine Anleitung für dieses Programm im DOC-Format findest Du auf der Homepage von Jürgen Hille: http://home.t-online.de/home/Juergen_Hille/jhfree.htm

Eine deutsche Windows-Hilfedatei erleichtert besonders zu Beginn den Umgang mit dem Free Agent, eine solche Datei hat Jürgen Haible erstellt und bietet sie jedem Interessierten zum Download von seiner Homepage an: http://home.pages.de/~freebee/

An der gleichen Stelle findest Du übrigens auch ein Tool für den (Free) Agent namens "AgtFind". Dieses Programm erlaubt die Volltextsuche nach Stichwörtern (auch die logische Verknüpfung mehrerer Suchwörter ist möglich) in der Artikeldatenbank des (Free) Agents. (Eigener Kommentar: Spitze! Unbedingt laden, wenn man (Free) Agent benutzt!)

Win 3.x:
========
(Free) Agent (http://www.forteinc.com/)

siehe auch die Erläuterungen zum Free Agent oben.

DOS:
====
UKA_PPP mit Yarn (http://mvmpc9.ciw.uni-karlsruhe.de/public/uka_ppp/) oder mit CrossPoint (http://www.daisy.de/xp/)

Hilfe und Links zu Crosspoint und UKA_PPP findet man auf der Homepage von Jürgen Hille unter http://home.t-online.de/home/Juergen_Hille/jhcross.htm und auf der Homepage von Jürgen Lindert: http://home.t-online.de/home/J.Lindert/tips.htm

OS/2:
=====
PMINews (http://www.southsoft.com/pminews.html)
ProNews/2 (http://www.ftp.uni-erlangen.de/pub/os2/tucows/newsos.html)

Mac:
====
MacSoup (http://www.snafu.de/~stk/macsoup/) oder (http://idirect.tucows.com/mac/newsmac.html)
 

Noch ein paar Hinweise zu Collabra und Outlook Express von mir:

Collabra ist instabil, man bekommt das zwar meist schadlos repariert, wenn man auf Dateiebene die eine oder andere Datei löscht. Das ist IMHO aber für den Normalgebrauch nicht akzeptabel. Outlook Express hat bei vielen eMail-Konten mit notwendiger, getrennter Einwahl (Mitbenutzer!) Vorteile wegen der möglichen Automatisierung wie bei CrossPoint und Fido. Aber da gibt es auch Ausschlusskriterien. Noch nicht so schlimm ist es, dass Outlook Express mit "quoted printable" nicht umgehen kann: Zeilenumbrüche werden beim Senden entfernt, was bei anderen Newsreadern fatal aussieht. Aber man kann ja 8bit verwenden, das kann eh jeder Newsserver heute. Schlimm wird es, wenn andere in "quoted printable" senden und man darauf antworten will: Outlook Express "vergisst" dann einfach, das eingestellte Quotezeichen (das sollte ">" sein) vor die zitierten Zeilen zu setzen. Da ist also Handarbeit angesagt. Doch jetzt kommt der Hammer: Outlook Express und Collabra sind nicht in der Lage, Nachrichten länger zu halten, als der Newsserver. Wenn man also Gruppen bezieht, die nur zwei Tage auf dem Server gehalten werden, dann löschen die beiden diese rigoros, auch wenn man 60 Tage Haltezeit eingestellt hat. Die Idee eines Offline-Readers wird hier pervertiert, indem sich der User von den Präferenzen oder technisch bedingten Notwendigkeiten seines Newsmasters abhängig macht. Die Option, "wertvolle" Nachrichten explizit zu archivieren, hilft diesem kolossalem Schadensfall nicht ab. Wer bei Kenntnis dieser Sachlage Outlook Express oder Collabra dennoch als Newsreader benutzt, dem ist nicht mehr zu helfen.
(Inhalt)
 
 

5 Besonderheiten der Homepage bei T-Online

5.1 Wie erstelle ich meine Homepage?

edit.exe, HTML-Code eingeben, speichern, fertig.
(Inhalt)

5.2 Wie erstelle ich meine Homepage wirklich?

Zur Erstellung der Homepage sollte man sich das deutschsprachige Standardwerk "selfhtml" von Stefan Münz besorgen. Dies klärt einem umfassend über die Gestaltung, die möglichen Befehle und sinnvolle Tools auf. Downloaden kann man es z.B. hier: http://www.teamone.de/selfhtml/

Als HTML-Editor bevorzugen viele die Freeware AOLpress. Diese scheint tauglich zu sein, denn besonders krumme Dinger sind mir bei den dabei erstellten Seiten nicht aufgefallen. Auch sollte man sich den SLRE von Johannes Leckebusch anschauen: Dieser textorientierte Editor verfügt über eine besonders gelungene Einbindung des MS Internet Explorers 4.0x, kann aber auch mit anderen Browsern zusammen benutzt werden. Der SLRE ist Shareware, das Programm wird derzeit laufend verbessert. URL: http://home.t-online.de/home/Johannes9.Leckebusch/slre.htm. Der Autor ist auch aus der c't bekannt, in 9/98 referiert er ausführlich über dieses Projekt, allerdings mehr aus Programmierersicht. Für Otto Normal ist das ein Fachidiot. Aber der Editor taugt dennoch was.
(Inhalt)

5.3 Homepage fertig. Wohin nun damit?

Nein, Du bist nicht fertig. Besonders Ersteller unter Windows sollten darauf achten, dass der Homepage-Server von T-Online unter Unix läuft. Bei Dateinamen wird zwischen Klein- und Großbuchstaben unterschieden, Windows tut dies nur beim Speichern, nicht beim Lesen, d.h. was lokal bei Dir funktioniert, muss nicht auch online funktionieren. Der Homepage-Server kennt lange Dateinamen,16-Bit-ftp-Clients tun dies nicht und verwenden nur die DOS-Namen, dazu gehört insbesondere der Homepage-Administrator von T-Online. Um Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen, solltest Du daher darauf achten, nur Dateinamen in der DOS-Konvention (88888888.333) in Kleinbuchstaben hochzuladen und die Links in Deinen Seiten entsprechend zu benennen. Für Benutzer von 32-Bit-ftp-Clients besteht diese Einschränkung natürlich nicht.
(Inhalt)

5.4 [grummel] Änderungen durchgeführt. Nun will ich sie hochladen?

Das Problem ist, dass manche ftp-Clients sich schlicht nicht an das ftp-Protokoll halten und einfach nicht akzeptieren wollen, dass gewisse, erweiterte Befehle bei dem Server nicht implementiert sind. Wer gerne EXEs patcht, nimmt seinen Client und ersetzt alle Vorkommen von "TYPE A" mit "TYPE I". Das funzt mindestens mit dem ftp-Explorer und cuteFTP. Ohne Tricks geht es WS_FTP und dem Windows Commander (NC-Clone!) ab der Version 3.50. Ersteres bekommt man bei ftp://ftp1.ipswitch.com/pub/, letzteres bei http://www.ghisler.com/deutsch.htm. Für Win95/NT-User ist das sehr empfehlenswert, denn der HP-Admin ist ein 16bitter und der kann mit langen Dateinamen nicht umgehen.
(Inhalt)

5.5 Ich habe mir Frontpage 98 für 340 Emmchen gekauft. Funzt das nicht?

Du Armer! Du bist schwer reingefallen. Das TOT sagt dazu (leicht redigiert) das:

- Frontpage verwendet auch HTML-Tags, die nicht zum HTML-Standard gehören, sondern nur vom MSIE verstanden werden. Der Sinn einer solchen Einschränkung bleibt im Dunkeln.

- Dateinamen werden auf dem Server nach Groß- und Kleinbuchstaben unterschieden, d.h. "Image.gif" und "image.gif" sind zwei verschiedene Dateien. Frontpage kümmert sich offensichtlich nicht darum und erzeugt beim Einfügen einer Grafik "image.gif" einen Link auf eine Datei "Image.gif". Das funktioniert nicht auf Unix-Web-Servern, die von der großen Mehrheit der Anbieter eingesetzt werden. (Eigene Anmerkung: Dass das an FP liegt, glaube ich nicht unbedingt: Wenn ich eine DATEI unbedingt in GROSSBUCHSTABEN speichern möchte, dann ist das unter Win95 nicht leicht, statt dem eingegebenen "FILE.EXT" kommt immer mal wieder "File.ext" heraus. Und dann geht es irgendwann doch? Sch@$§*!)

- Frontpage erstellt per Default Unterverzeichnisse für zusätzliche Elemente der Homepage. Entsprechend verweisen die Links dann auf diese Unterverzeichnisse. Auf der Homepage können aber keine Unterverzeichnisse eingerichtet werden. Man lädt die Dateien also alle in ein Verzeichnis. Nur stimmen dann die Links in der HTML-Source nicht mehr.

- Spezielle Frontpage-Features erfordern eine Unterstützung seitens des Servers. Diese sind auf dem Server nicht installiert.

Fazit: Frontpage ist zur Erstellung von T-Online-Homepages kaum zu empfehlen.

Ende der TOT-Anmerkungen.

Meine Anmerkung: Es ist schon erstaunlich: T-Online hat keinerlei Probleme mit JavaScript, Java, und MIME-Types aller Art (wird auf Anfrage auch bei Exoten eingerichtet!) MS-Sonderwege werden nicht unterstützt, aber MS zahlt dennoch 20 mio. Hat T-Online MS im Griff oder hat MS das nur noch nicht gemerkt? ;-)
(Inhalt)

5.6 Das ist alles etwas flach, wo bekomme ich tiefschürfendere Infos?

Oh, Du hast gemerkt, dass ich von HTML und so nix verstehe? Na schön: http://home.t-online.de/home/hp-faq/. Die Homepage-FAQ ist auch als ZIP-Archiv zu laden, sehr empfehlenswert für T-Onliner
(Inhalt).

5.7 Da soll ein "Impressum" auf der Homepage sein. Warum das denn?

T-Online sieht Deine Homepage als Veröffentlichung im Sinne des Presserechtes an. Wie bei jedem Flugblatt (und übrigens auch jedem Btx-Angebot) muss dann ein Impressum angegeben werden. Dieses Impressum muss den Namen und die Anschrift (nicht Postfach!) des Verantwortlichen im Sinne des Presserechts enthalten. Diese Angaben, Deine T-Online-Nummer und Deine eMail-Adresse werden für jeden abrufbar unter http://home.t-online.de/home/[Dein Alias]/.impressum.html zur Verfügung gestellt.

Sicher kann man darüber streiten, ob man eine private Homepage wirklich als "Veröffentlichung im Sinne des Presserechtes" ansehen muss, das Teledienstegesetz schreibt ein Impressum für den "geschäftsmäßigen" Betrieb zwingend vor. "Geschäftsmäßig" im Sinne des Gesetzes ist alles, was fortwährend und nicht nur gelegentlich angeboten wird (Zum Beispiel eine Mailbox!). Damit wäre die Argumentation T-Onlines schlüssig, doch stellt sich die Frage, warum andere Anbieter von Web-Space in Deutschland nicht so handeln. Ich kann nur vermuten, dass diese noch nicht genügend Ärger mit den Behörden hatten, denn ist davon auszugehen, dass jede Homepage in Deutschland ohne korrektes Impressum illegal ist, allein weil sie kein korrektes Impressum hat.

Gegen Datenschutzgesetze verstößt T-Online definitiv nicht, denn ein T-Online-Kunde (Kai Marco Dubro) hatte sich so darüber erregt, dass er den Bundesbeauftragten für Datenschutz anschrieb. Dieser erklärte, er sei nicht zuständig dafür, seit IuKDG ("Informations- und Kommunikationsdienstegesetz") verabschiedet wurde, stattdessen verwies er Kai an das Regierungspräsidium in Darmstadt. Das schrieb Kai auch an und er erhielt auch Antwort, siehe dazu http://home.t-online.de/home/youssarian/dubro.htm
(Inhalt)
 
 

6 Technische Details

6.1 Wenn ich T-Online-Server anpinge, bekomme ich "network unreachable"?

Bis Hop 8 geht der Trace gut, das dürfte T-Online-gw?.ULM.irgendwas sein. Da sitzt eine Firewall, die ICMP nicht durchlässt. Diese Firewall betrifft alle Diensteserver, nur der Nameserver (194.25.2.129) ist eine Ausnahme. Wenn Du die T-Online-Software benutzt, geht der Trace nicht, weil deren Winsocks das Heruntersetzen des TTL "korrigieren". Da ein Trace nur ein multipler Ping mit reduziertem TTL ist, funktioniert der Trace dann selbst wie ein einfaches Ping. Ergo: Ping und NS LookUp gehen auch mit der T-Online-Software, Traceroute dagegen nicht.
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6.2 "Ping"? "Trace"? Was ist'n das für'n Kauderwelsch?

Da bemühe ich das liebe TOT nochmal:
Ping: Über ein spezifisches Protokoll (ICMP) wird ein Datenpaket auf den Weg zu einem bestimmten Server gebracht. Dieser quittiert den Empfang, die Zeit für den Weg zu diesem Server, dessen Verarbeitungszeit und die Dauer für den Weg zurück zum Ping-Tool wird gemessen. Üblicherweise wird die Zeit in Millisekunden angegeben.

TTL: Datenpakete im Internet werden über manchmal viele Stationen hinweg zum Ziel geroutet. Jede dieser Stationen nennt man einen "Hop". Durch Fehler in Routingtabellen können z.B. Schleifen entstehen, so dass ein Datenpaket im Kreis geroutet wird. Solche Schleifen könnten über kurz oder lang ganze Netze lahmlegen. Um dies zu verhindern, hat jedes Datenpäckchen einen TTL ("Time To Live") definiert, üblicherweise beträgt er 32. Jeder Hop, der dieses Päckchen routet, reduziert den TTL um 1. Ist der TTL 0, wird das Datenpaket nicht mehr geroutet, der entsprechende Hop informiert den Absender über diesen Umstand.

TraceRoute: Nichts anderes, als ein multipler Ping. Dabei wird das erste Päckchen mit einem TTL von 1 auf die Reise geschickt, als Resultat erhält man die IP-Adresse des ersten Hops, der den Verfall des Paketes meldet. Dann wird wieder ein Ping an die gewünschte IP-Adresse gesendet, diesmal mit einem TTL von 2. So erhält man sukzessive die IP-Adressen aller am Routing beteiligten Hops.
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6.3 Wie sieht denn der Backbone und das Peering von T-Online aus?

Die Infos waren gar nicht so leicht zu finden. ;-)
T-Online benutzt den Backbone der Telekom, klar. Die Telekom hat diesen Geschäftsbereich wiederum ausgegliedert in die Firma "T-Interconnect". Und da wird man dann endlich auch fündig. Ich habe mir erlaubt, die beiden Grafiken und ein bisschen Eigenwerbung von T-Interconnect zu klauen, denn erklärende Worte erübrigen sich dann.

Backbone und Peering: http://home.t-online.de/home/youssarian/backbone.htm
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7 Software von Usern

Sofern nicht bereits in den vorherigen Kapiteln besprochen, stelle ich hier mehr oder weniger sinnvolle Software-Ergänzungen vor, die sich T-Online-User haben einfallen lassen.

7.1 Export Modul für das Online-Banking

Andreas Schmidt hat ein nettes Freeware-Tool zum Export der Banking-Daten programmiert. Die Umsatzdaten können dabei unabhängig vom Passwortschutz exportiert werden, dies funktioniert meist sogar noch dann, wenn das Banking-Modul den Zugriff mit obskuren Fehlermeldungen verweigert. Es werden diverse Exportformate unterstützt, wesentlich ist das CSV-Format, das von fast allen Spreadsheets und Datenbanken importiert werden kann, sowie die speziellen Formate von Quicken und MS Money. Andreas stellt sein Tool auf seiner Homepage (http://home.t-online.de/home/faschmidt/index.htm) der Allgemeinheit zur Verfügung.
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7.2 CEPT-Modul für MS Internet Explorer 4

Noch ein Schmidt, diesmal heißt er Oliver. Dieser bietet ein Active-X-Control ("ConCEPT Control") an, welches es ermöglicht, bei Einwahl über den T-Online, ohne Decoder die CEPT-Seiten in T-Online-Classic aka "Btx" zu benutzen. Insbesondere ist also Homebanking auf diese Weise möglich, allerdings nur online. Die Zugangsdaten werden dem DFÜ-Netzwerk entnommen (!), videotex-Links (Verweise aus dem Web auf Btx-Inhalte) werden unterstützt. Außerdem ist erwähnenswert, dass es simple Ablaufmakros unterstützt und eine Deinstallationsroutine anbietet. Das Control findet man unter dem URL http://home.t-online.de/home/ConCEPT.Control/, rätselhafterweise ist das Tool zwar kostenlos, aber keine Freeware. (?)
(Inhalt)

7.3 Tool, um MS Frontpage von Unterverzeichnissen zu befreien

Für User, die sich MS Frontpage oder NetObjects Fusion zugelegt haben, entsteht das Problem, dass das Zuhause zusammengeschusterte "Web" auf dem T-Online-Homepage-Server nicht läuft, weil dieser keine Unterverzeichnisse ermöglicht. Alle Dateien in ein Verzeichnis zu werfen, ist das geringere Problem, aber anschließend muss man in allen HTML-Dokumenten die Links anpassen. Diesen Vorgang automatisiert "FlatWeb" von Michael Paule. Dieses Tool ist Freeware und kann von http://home.t-online.de/home/m.paule/flatweb.htm heruntergeladen werden.
(Inhalt)

7.4. Homepage-Upload inkl. Verwaltung

Zum Upload können Linux-, Windows- und Mac-Nutzer "toupdate" von Steffen Träger benutzen. Es erfordert die Installation von "Tcl/Tk8.0" (Links dazu auf seiner Homepage!) Man braucht nichts zu konfigurieren, die Speicherkapazität wird angezeigt, der Upload neuer und geänderter Dateien wird automatisiert, ebenso das Löschen überflüssiger Dateien. Hier der Link: http://home.t-online.de/home/Steffen.Traeger/tanw.htm
(Inhalt)
 
 

10 Anmerkungen des Autors

Vermutlich hat diese FAQ irgendwo logische Fehler (Verweise auf Sachen, die dann nicht näher ausgeführt werden oder sowas) Auf solche Fehler bitte ich, mich hinzuweisen, damit sie in der nächsten Version korrigiert werden können. Auch Rechtschreibhilfen sind willkommen. :-) Nicht zuletzt habe ich nichts dagegen, wenn ich mit allgemeinen Fragen bombardiert werde, die hier keine Antwort finden. Vorsichtshalber habe ich dieser Schlussbemerkung die Nummer 10 verpasst, 8 und 9 stehen also noch für Erweiterungen zur Verfügung.
(Inhalt)
 

Youssarian